Planen, vorbereiten, durchführen, abschließen: Die Handlungsfelder der AEVO bilden den ganzen Weg einer Ausbildung ab. Was in jedem Feld steckt und worauf die Prüfung achtet.
Inhalt
Die Handlungsfelder der AEVO sind das Gerüst der ganzen Ausbildereignungsprüfung. Die Ausbilder-Eignungsverordnung teilt die Aufgaben eines Ausbilders in vier Felder, die dem zeitlichen Ablauf einer Ausbildung folgen: von der Frage, ob ein Betrieb überhaupt ausbilden darf, bis zum Tag der Abschlussprüfung. Sowohl der schriftliche als auch der praktische Teil der Prüfung beziehen sich auf diese vier Felder.
Wer die Felder als Weg durch eine Ausbildung versteht, lernt leichter. Statt einzelne Regeln auswendig zu lernen, fragst du dich bei jedem Thema: An welcher Stelle der Ausbildung bin ich gerade, und was muss ich als Ausbilder hier tun?
Kurz gesagt
1 Planen · 2 Vorbereiten und Einstellen · 3 Durchführen · 4 Abschließen. Das dritte Feld ist das größte und trägt den praktischen Teil.
Bevor ein Betrieb ausbildet, stellt sich die Frage nach dem Warum und dem Ob. Im ersten Handlungsfeld geht es um die Vorteile und den Nutzen der Ausbildung für den Betrieb, um die rechtlichen Rahmenbedingungen und um die Frage, ob der Betrieb als Ausbildungsstätte geeignet ist. Dazu gehören die Eignung der Ausbildenden und Ausbilder, die Auswahl passender Ausbildungsberufe und die Möglichkeiten, Teile der Ausbildung im Verbund oder außerhalb des Betriebs zu vermitteln.
Im zweiten Feld wird es konkret. Du erstellst auf Grundlage der Ausbildungsordnung einen betrieblichen Ausbildungsplan, planst die Zusammenarbeit mit der Berufsschule und wirkst bei der Auswahl von Auszubildenden mit — vom Bewerbungsverfahren bis zum Ausbildungsvertrag und seiner Eintragung bei der Kammer. Auch die Frage, wie du neue Auszubildende in den ersten Tagen gut im Betrieb ankommen lässt, gehört hierher.
Das Wissenskompendium bündelt auf 288 Seiten den prüfungsrelevanten Stoff nach IHK-Rahmenplan — zum Lernen, Wiederholen und Nachschlagen.
Zum WissenskompendiumDas dritte Handlungsfeld ist das umfangreichste — und das wichtigste für den praktischen Prüfungsteil. Es geht um die Gestaltung von Lernprozessen: Wie schaffst du eine gute Lernumgebung, welche Methoden passen zu welchem Inhalt, wie förderst du selbstständiges Arbeiten? Dazu kommen der Umgang mit Lernschwierigkeiten, die Förderung leistungsstarker Auszubildender, die Probezeit, Beurteilungsgespräche und der Umgang mit Konflikten. Auch interkulturelle Kompetenz und die Frage, wie du Auszubildende auf Prüfungen vorbereitest, sind Teil dieses Feldes.
Am Ende steht die Abschlussprüfung. Im vierten Feld bereitest du Auszubildende auf die Prüfung vor, meldest sie bei der Kammer an, stellst ein Ausbildungszeugnis aus und berätst sie zu ihrem weiteren Weg — etwa zur Übernahme oder zu Fortbildungen. Dazu gehören auch die Regeln für eine vorzeitige Zulassung oder eine Verlängerung der Ausbildung.
Lerne die Felder nicht isoliert. Die Prüfung verbindet sie gern: Eine Aufgabe beginnt mit einer Bewerbung aus Handlungsfeld 2 und endet mit einem Konflikt in der Probezeit aus Handlungsfeld 3. Hilfreich ist es deshalb, eine Ausbildung gedanklich einmal komplett durchzuspielen — am besten an einem Beruf, den du gut kennst. Für den praktischen Teil wählst du dein Thema meist aus Handlungsfeld 3; wie das geht, erklärt der Artikel AEVO praktische Prüfung.
Alle vier werden geprüft. Das dritte Handlungsfeld ist inhaltlich am umfangreichsten und bildet meist die Grundlage für den praktischen Teil.
Nein. Die schriftliche Prüfung enthält fallbezogene Aufgaben aus allen vier Feldern, oft verbunden zu einer durchgehenden Situation.
Am einfachsten in der Reihenfolge der Ausbildung: von Feld 1 bis Feld 4. So erkennst du die Zusammenhänge, die die Prüfung abfragt.
Stand: Oktober 2026. Die Einzelheiten zu Anmeldung, Terminen und Gebühren regelt deine zuständige Kammer — schau vor der Anmeldung auf ihre Seite.
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